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Was kann die Motivation sein zu Spielen?

Das Spielen enthält verschiedene Faktoren, welche es attraktiv machen, in ein Game einzutauchen. Computerspiele können beispielsweise Spannung und Entspannung erzeugen oder reale Frusterlebnisse kompensieren. Die Spieleindustrie baut diese Faktoren geschickt in ein Spiel ein, damit die Spielerin oder der Spieler möglichst lange am Spiel dranbleibt. Einige dieser Faktoren sind für Kinder und Jugendliche auch deshalb interessant, weil sie deren spezifische Entwicklungsaufgaben abdecken, wie beispielsweise (Geschlechter-)Rollen ausprobieren, Räume erschliessen oder soziale Kooperationen eingehen.

Was macht Games attraktiv?

Folgende Aufzählung zeigt Faktoren, die das Spielen attraktiv machen. Viele dieser Faktoren sind auch in den herkömmlichen Spielen, also in normalen Brett-, Karten- und Würfelspielen anzutreffen:

  • Interaktivität: Bei einem Spiel kann man sich, im Gegensatz zu einem Buch oder Film, selber einbringen. Man kann in Geschichten, in den Verlauf des Geschehens oder gar in die Gestaltung der Spielwelt eingreifen und so Einfluss nehmen.
spieler konsolen
  • Neue Rollen und Handlungen ausprobieren: In Videospielen kann man Handlungen vornehmen, die im Alltag nicht möglich oder vielleicht sogar verboten sind. Beispielsweise als Junge ein Mädchen sein oder als schüchternes Mädchen einen bösen Gangster spielen. Oder mit 13 Jahren schon Autofahren. In Games kann man Dinge tun, bei welchen man im richtigen Leben eine Rüge der Eltern erhält oder gar ein Gesetz bricht. In einem Spiel kann man bis zu einem gewissen Grad auch ausprobieren, welche Wirkung dies auf einen selbst hat. Jugendliche entwickeln in der Pubertät ihre Identität und möchten verschiedene Dinge ausprobieren. Games bieten dafür also auch einen geschützten Rahmen.
  • Fantastische Welten: Im Unterschied zum manchmal tristen Alltag kann man bei elektronischen Spielen in oft völlig neue, fantastische und magische Welten eintauchen. Es kann schon attraktiv sein, diese Welten zu entdecken und sich darin zu bewegen. Diese Motivation ist gerade bei Kindern und Jugendliche hoch, da es eine wesentliche Entwicklungsaufgabe ist, sich Räume anzugeignen und diese mit ihrer Präsenz zu beeinflussen. Im Alltag kann das schwierig und anstrengend sein, im Spiel jedoch gibt es Platz für alle.
  • Herausforderung und Belohnung: Es ist der Wunsch vieler, Erfolg zu haben. Spiele sind so aufgebaut, dass man immer wieder Erfolgserlebnisse hat, denn wer nur immer verliert würde das Spiel bald nicht mehr spielen. Oft kann in Spielen die Schwierigkeitsstufe eingestellt werden, womit auch Anfänger Erfolgserlebnisse haben. Je mehr man das Spiel spielt, desto besser wird man und desto mehr Punkte oder Auszeichnungen erhält man. Je nachdem steigt man auch auf einer Gesamtrangliste immer höher. Erfolge haben, gewinnen und besser werden ist also ein zentrales Element, wieso Spiele gespielt werden.
  • Zugehörigkeit: Wer spielt ist nicht alleine. Man fühlt sich einer Szene zugehörig und kann auf dem Pausenhof mitreden. Wenn man sich gut mit einem Spiel auskennt, erhält man in der Gruppe Respekt dafür. Durch Spiele können Kontakte geknüpft werden, mit welchen man wiederum auch gemeinsam spielen kann.
  • Langeweile überbrücken: Mobile Geräte machen es möglich, dass fast jederzeit und überall gespielt werden kann. Oft wird darum, sowohl von Jugendlichen als auch von Erwachsenen, auch nur aus Langeweile gespielt.
  • Spass: Nicht zuletzt macht es einfach Spass, ein elektronisches Spiel zu spielen. Die meisten Spiele sind als Unterhaltung gedacht und werden auch als ein Unterhaltungsmedium genutzt.
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