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Wo und wie kann man Spiele kaufen? Was gibt es zu beachten?

Die Verkaufsplattformen für Games sind sehr unterschiedlich und nicht ganz einfach zu Überblicken. Auch gibt es Unmengen von Möglichkeiten die Spiele zu bezahlen. Neben dem Kauf eines Spiels im Detailhandel oder per Versand sind Onlineshops, die die Spiele ausschliesslich in digitaler Form anbieten, heute ein wichtiger Vertriebskanal geworden. Immer mehr gibt es auch Spiele zum herunterladen, die primär gratis sind. Dieses Prizip, im Fachjargon Free-2-Play (F2P) genannt, wird immer wichtiger.

Grundlegend verändert hat sich in den letzten dreissig Jahren aber der Marktwert von Computerspielen im Allgmeinen. Elektronische Spiele sind zu einem grossen Geschäft geworden. So waren die Kosten für das Spiel Destiny im Jahr 2015 mit 500 Millionen USD um einiges höher als beim teuersten Hollywoodfilm (342 Millionen USD, Pirates of the Caribbean 3). Auch der höchste Umsatz eines Kinofilms (Titanic, 2.1 Milliarden USD) ist gegenüber den 10 Milliarden USD für das Spiels World of Warcraft um einiges kleiner.

Normale Spiele

Die meisten Spiele werden durch einen einmaligen Betrag erworben. Man bezahlt also Geld für das Spiel als Gesamtpaket. Für diese Spiele gibt es oft noch zusätzliche Inhalte, die aber nicht unbedingt gekauft werden müssen. Diese Zusatzinhalte werden Downloaderweiterungen (Downloadable Content, DLC) genannt, sind aber für das Spielerlebnis nicht zwingend.

Die Rückgabe eines solchen Spiels (in digitaler oder physischer Form) ist schwierig bis unmöglich. Meist ist man auf das Entgegenkommen des Verkäufers angewiesen. Noch schwieriger wird es, wenn der Firmensitz des Unternehmens nicht in der Schweiz ist.

Auch der Weiterverkauf gestaltet sich insbesondere bei digitalen Käufen als schwierig, da dieser meist an ein Benutzerkonto gebunden ist.

So lassen sich diese Spiel erwerben:

  • Erwerb in spezialisierten Geschäften sowie beim Elektronikgrosshändler
    Form des Spiels: physisch oder digital (via Downloadcodes)
    Bezahlung des Spiels: in Bar, via diverse Kredit- und Debitkarten, via Smartphone-Bezahlsystemen etc.
    Spielinhalte für über 18-Jährige: Spiele können von Kindern und Jugendlichen nicht gekauft werden, Alter wird durch den Händler überprüft
  • Erbwerb via Onlineshops oder Auktionshäuser
    Form des Spiels: physisch oder digital
    Bezahlung des Spiels: via diverse Kredit- oder Debitkarten, via Banküberweisung (via Paypal)
    Inhalte für über 18-Jährige: Spiele können von Kindern und Jugendlichen nicht gekauft werden, solange der Anbieter in der Schweiz ansässig ist. Bei Inhalten für über 18-Jährige muss man als Bestätigung ein Foto der ID oder des Fahrzeugausweises mailen. Dies gilt aber nicht für ausländische Onlineshops
  • Erbwerb via Appstores, direkt innerhalb von Spielen (In-App-Käufe), via Smartphones, Tablets, PC’s (z.B. Steam, Origin Store etc.) sowie auf Social Community Plattformen
    Form des Spiels: digital
    Bezahlung des Spiels: via diverse Kredit- oder Debitkarten, Paysafecards (Prepaid) und Geschenkkarten von Geschäften wie Kiosken etc., via Rechnung vom Provider, via kostenpflichtige Telefonnummer
    Inhalte für über 18-Jährige: Spiele können von Kindern und Jugendlichen gekauft werden, wenn sie sich bei der Anmeldung auf der Plattform als über 18-Jährige ausgeben (Altersbestätigung wird nicht verlangt). Wenn die Bezahlung via Kreditkarte oder Banküberweisung erfolgend muss, kann das eine Hürde für den Kauf durch Kinder und Jugendliche sein.
  • Erbwerb auf spezifischen Plattformen von Spielkonsolen wie PS, Xbox, Nintendo Wii
    Form des Spiels: digital
    Bezahlung des Spiels: via diverse Kredit- oder Debitkarten, via Banküberweisung (via Paypal)
    Inhalte für über 18-Jährige: Spiele können von Kindern und Jugendlichen gekauft werden, wenn die Bezahlung via Prepaid-Karten der Netzwerke (z.B. PSN Live CardWenn) erfolgen muss. Wenn die Bezahlung via Kreditkarte oder Banküberweisung erfolgend muss, kann das eine Hürde für den Kauf durch Kinder und Jugendliche sein.

Free 2 Play – oder was heisst Gratisspiel?

Man kann davon ausgehen, dass heute niemand mehr ein Spiel entwickelt, ohne dass jemand einen Nutzen davon hat. Wenn also ein Spiel «gratis» angeboten wird, sollte man sich die Frage stellen, weshalb dieses Spiel «kostenlos» ist und wie die Industrie einen grossen Teil ihrer Zielgruppe (in unserem Fall Kinder und Jugendliche) erreichen möchte. Dies birgt Gefahren und benötigt deshalb die Aufmerksamkeit der Erwachsenen.

Wenn Spiele gratis sind, hat dies meistens folgende Gründe:

  • Das Spiel ist Werbefinanziert wie zum Beispiel das FIS Ski-Spiel Ski Challenge
  • Das Spiel hat zum Ziel, im Hintergrund Daten zu sammeln, die sogenannten Metadaten. Angry Birds ist so ein Spiel und Pokemon Go steht im Moment deswegen stark in der Kritik.
  • Das Spiel besitzt einen Ingame-Shop, wo gegen reale Währung elementare Spielinhalte gekauft werden können. Hier besteht ein Risiko, das ganze Taschengeld oder mehr auszugeben. Es gibt sehr viele dieser Spiele, zu den beliebtesten gehören Clash of Clans, Black Desert

Es sind zahlreiche Fälle bekannt, wo minderjährige Spielerinnen und Spieler zu viel Geld in solchen Ingame-Shops ausgegeben haben. Erziehungsberechtigte haben danach versucht, gegen die Anbieter vorzugehen. Dies ist aber sehr schwierig, da die meisten dieser Spielanbieter ihre Geschäftssitze nicht in der Schweiz haben.

Die Gefahr ist bei Handy- und Tablet-Spielen am grössten. Es ist zu empfehlen, weder bei Google-Play noch im Apple-Shop eine Kreditkartennummer zu hinterlegen. Es gibt andere Möglichkeiten wie 0800er-Telefonnummern oder Pay-Cards, um den Zukauf von Inhalten in Spielen zu bezahlen.

Spiele mit monatlicher Gebühr

Vorwiegend auf dem Computer gibt es grosse Spielwelten, an denen nur mit einer monatlichen Gebühr teilgenommen werden kann. Meistens belaufen sich diese monatlichen Kosten auf 10 bis 20 Franken. Die Bezahlung dieser Monatsgebühren muss meist via Kreditkarte erfolgen. Die Spiele kommen meist aus dem MMORPG-Genre. World of Warcraft und Eve-Online sind sehr bekannte Spiele mit monatlicher Gebühr.

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